KUNSTWETTBEWERB

Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Unbekannte Werke von Tymoteusz Karpowicz in visueller Interpretation anlässlich seines 100. Geburtstages“, das vom Verein Polonia-Dresden e. V. mit Unterstützung der Botschaft der Republik Polen in Berlin und in Zusammenarbeit mit Frau Dr hab. Joanna Roszak, prof. IS PAN. organisiert wird. Es richtet sich sowohl an junge Menschen ab 12 Jahren als auch an Erwachsene in Polen und Deutschland.

Gegenstand des Wettbewerbs sind Kunstwerke, die eines der Zitate aus dem Werk von Tymoteusz Karpowicz interpretieren:
Ich bin in meiner Landschaft ein Irrtum von Farben und Gerüchen. Aber ich liebe immer noch das, was sich verändert“ Liebe
Ich sage: Ich war, und es ist unglaublich“ Umgekehrtes Licht
Denn ohne Angst zu sein, bedeutet frei zu sein“, sagt Karpowicz.
Und es ist unmöglich, das Universum weiter zu öffnen als die menschlichen Arme“ Eröffnung

Die Wahl der Technik für die Arbeiten ist freigestellt: z. B.: Farbe, Buntstifte, Ausschnitte, Collagen, eigene Techniken, Grafiken. Auch Computerentwürfe werden akzeptiert. Das Format der Arbeiten sollte A4 sein. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 31. Oktober 2021.

Bitte senden Sie Ihre Arbeiten an die Postanschrift:
Polonia-Dresden e. V., c/o Kraszewski Museum, Nordstraße 28, 01099 Dresden, Deutschland
oder mit dem Vermerk: Kunstwettbewerb „Grüne Metaphern“. an die E-Mailadresse: konkurs.zielonemetafory@polonia-dresden.de. Wir bitten darum, die digitalen Arbeiten in einem geeigneten Format (jpg, png) und einer guten Auflösung von min. 300 dpi zuzusenden.

Die in die engere Wahl gekommenen Arbeiten werden im Herbst 2021 in einer Ausstellung im Regionalbüro der Woiwodschaft Niederschlesien in Dresden, Wilhelm-Buck-Str.2, präsentiert.

Die Wettbewerbsbegriffe sind
Metapher, Die Farbe Grün, Experiment, Verlust, Emigration

Tymoteusz Karpowicz wurde am 15. Dezember 1921 im Dorf Zielona (was auf deutsch „Grün“ bedeutet) bei Vilnius, heute Litauen, geboren. Ursprünglich träumte er davon, Pilot zu werden. Aber als Kind hatte er infolge eines Unfalls die linke Hand verloren. Später wurde er „einhändiger Gärtner“ genannt. Schon als junger Mann kam er in Kontakt mit der Arbeit auf dem Feld. Die Natur war für ihn unerschöpfliche Inspiration.
Während des Krieges war er Mitglied der polnischen Widerstandsbewegung. Er war Sprachwissenschaftler, Dichter und Dramatiker.
Lange Zeit lebte er in Breslau. Hier hat er sein Studium der polnischen Philologie an der Breslauer Universität absolviert, arbeitete für die Zeitschrift „Poesie“ und für die literarische Zeitschrift „Odra“. Seit 1956 war er Redakteur der Wochenzeitschrift „Nowe sygnały”.
Im Jahr 1973 erhielt er das wissenschaftliche Stipendium an der University of Illinois in Chicago und kam nie wieder zurück nach Polen. In den USA arbeitete er als Gastprofessor, und seine Frau Maria in der Bibliothek. Er hat seine Promotion über das Schaffen von Bolesław Leśmian geschrieben und hat seine Gedichte und sein Schaffen in den polnischen Kreisen in den USA verbreitet. Er war Mitglied des Vereins der Polnischen Schriftsteller. Seine letzte Gedichtsammlung „Słoje zadrzewne wurde in Polen zum Literarischen Preis Nike im Jahr 2000 nominiert.
Er starb am 26. Juni 2005 in Oak Park und wurde am 3. August zusammen mit seiner Ehefrau Maria Karpowicz in Breslau auf dem Osobowicki-Friedhof beerdigt.

Zu seinem Werk:
In seinem Werk gibt es viele Anspielungen an die Natur. Sehr oft trifft das Element des Gartens. Karpowicz sprach von seiner Dichtung als von einem nichtexistenten (imaginärem) Garten. Er liebte die Arbeit in der Erde, es war für ihn die Visualisierung der ewigen Wanderung, der Umkehrung der Daseins: von der Geburt bis zum Tod, vom Tod zur Geburt. Hinter seinem Haus in Oak Park, in der Nähe von Chicago, hat er vorwiegend  essbare Pflanzen, Kräuter, Gemüse und Obst angebaut. Sein Garten war ein Gewirr von Pflanzen und Kunstdekofiguren, die seine Obstbäume von den Staren geschützt haben. Im Garten stand auch ein riesiges Vogelhäuschen. Sein Garten wurde „die grüne Architektur“ genannt. Er war der Meinung, dass die Pflanzen Schaffenskraft besitzen. Karpowicz suchte nach Symmetrie und Harmonie, er wollte den Nobelpreis bekommen. Sein Haus in Breslau in der Krzywicki 29- Strasse soll die Stiftung der Olga Tokarczuk beherbergen.

Preise:

  • Preis der Stadt Breslau (1957),
  • Preis der ZAIKS (1961) (Vereinigung der polnischen Künstler zum Schutz ihrer Urheberrechte),
  • Preis der Alfred Jurzykowski- Stiftung(1975),
  • The Illinois Art Council- Preis (zweimal),
  • Preis der Zweitschrift „Odra” (2000),
  • Preis der Vier Säulen (2001)
  • Nominierung zum literarischen Preis Nike

In 2010 erschienen zwei monographische Werke von Karpowicz unter dem Titel Synteza mowy Tymoteusza Karpowicza von Joanna Roszak und Rozwiązywanie tekstów. Poetyckie polimorfie Tymoteusza Karpowicza von Bartosz Małczyński. Bartosz Małczyński ist auch der Herausgeber und schrieb auch das Vorwort zur Gedichtsammlung Utwory poetyckie von Tymoteusz Karpowicz in der Serie Biblioteka Narodowa. Darüber hinaus in der letzten Zeit erschienen auch Erinnerungen und Interviews mit dem Dichter unter dem Titel . W cztery strony naraz. Portrety Karpowicza

Sowie eine Sammlung der kritischen Texte zu seinem Schaffen Podziemne wniebowstąpienie. Beide Titel erschienen in dem Breslauer Verlag Biuro Literackie.

Links:

  • ’’Amerykanskie Wilno’’ : o przyrodniczych zamiłowaniach Tymoteusza Karpowicza, Autor: Magdalena Kokoszka, ’’Śląskie Studia Polonistyczne’’ 2017

https://core.ac.uk/download/pdf/197752545.pdf

https://en.wikipedia.org/wiki/Tymoteusz_Karpowicz

https://www.wroclaw.pl/extra/tymoteusz-karpowicz-tytan-poezji-zakodowanej

https://player.polskieradio.pl/kolejka

Projekt Stowarzyszenia Polonia‑Dresden. Projekt współfinansowany przez Ambasadę RP w Berlinie w ramach funduszy polonijnych Ministerstwa Spraw Zagranicznych.