Der Kunstwettbewerb „Grüne Metaphern“ wird veranstaltet,  um des 100. Jahrestages der Geburt von Tymoteusz Karpowicz zu gedenken. Der Wettbewerb ist ein Teil des Projekts „Das unbekannte  Werk (Schaffen) von Tymoteusz Karpowicz in der visuellen Interpretation im Rahmen der Gedenkfeier von 100. Jahrestag der Geburt von Tytus Karpowicz“ organisiert von Polonia Dresden e.V mit der Polnischen Botschaft in Berlin und dem Niederschlesischen Woiwodschaftsamt in Breslau und mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. habil. Joanna Roszak, Prof. IS PAN. Im Rahmen des Projekts „Das unbekannte  Werk (Schaffen) von Tymoteusz Karpowicz in der visuellen Interpretation im Rahmen der Gedenkfeier von 100. Jahrestag der Geburt von Tytus Karpowicz” möchte wir Ihnen Tymoteusz Karpowicz näher bringen.

Biographische Note:

Tymoteusz Karpowicz wurde am 15. Dezember 1921 im Dorf Zielona (was auf polnisch „Grün“ bedeutet) bei Vilnius, heute Litauen, geboren. Ursprünglich träumte er davon, Pilot zu werden, aber als Kind hatte er infolge eines Unfalls die linke Hand verloren. Später wurde er „einhändiger Gärtner“ genannt. Schon als junger Mann kam er in Kontakt mit der Arbeit auf dem Feld. Die Natur war für ihn unerschöpfliche Inspiration. Während des Krieges war er Mitglied der polnischen Widerstandsbewegung. Er war Sprachwissenschaftler, Dichter, Dramatiker, lebte lange Zeit in Breslau. Hier hat er sein Studium der polnischen Philologie an der Breslauer Universität absolviert, arbeitete für die Zeitschrift „Poesie“ und für die literarische Zeitschrift „Odra“. Seit 1956 war er Redakteur der Wochenzeitschrift „Nowe sygnały”. In 1973 erhielt er das wissenschaftliche Stipendium an der University of Illinois in Chicago und kam nie wieder zurück nach Polen. In den USA arbeitete er als Gastprofessor, und seine Frau Maria in der Bibliothek. Er hat seine Promotion über das Schaffen von Bolesław Leśmian geschrieben und hat in den polnischen Kreisen in USA seine Gedichte und sein Schaffen verbreitet. Er war Mitglied des Vereins der Polnischen Schriftsteller. Seine letzte Gedichtsammlung „Słoje zadrzewne wurde in Polen zum Literarischen Preis Nike im Jahr 2000 nominiert. Er starb am 26 Juni in Oak Park und wurde am 3 August 2005 zusammen mit seiner Ehefrau Maria Karpowicz, in Breslau auf dem Osobowicki – Friedhof beerdigt.

Zu seinem Werk:
In seinem Werk gibt es viele Anspielungen an die Natur. Sehr oft trifft das Element des Gartens. Karpowicz sprach von seiner Dichtung als von einem nichtexistenten (imaginärem) Garten. Er liebte die Arbeit in der Erde, es war für ihn die Visualisierung der ewigen Wanderung, der Umkehrung der Daseins: von der Geburt bis zum Tod, vom Tod zur Geburt. Hinter seinem Haus in Oak Park, in der Nähe von Chicago, hat er vorwiegend  essbare Pflanzen, Kräuter, Gemüse und Obst angebaut. Sein Garten war ein Gewirr von Pflanzen und Kunstdekofiguren, die seine Obstbäume von den Staren geschützt haben. Im Garten stand auch ein riesiges Vogelhäuschen. Sein Garten wurde „die grüne Architektur“ genannt. Er war der Meinung, dass die Pflanzen Schaffenskraft besitzen. Karpowicz suchte nach Symmetrie und Harmonie, er wollte den Nobelpreis bekommen. Sein Haus in Breslau in der Krzywicki 29- Strasse soll die Stiftung der Olga Tokarczuk beherbergen.

Preise:

  • Preis der Stadt Breslau (1957),
  • Preis der ZAIKS (1961) (Vereinigung der polnischen Künstler zum Schutz ihrer Urheberrechte),
  • Preis der Alfred Jurzykowski- Stiftung(1975),
  • The Illinois Art Council- Preis (zweimal),
  • Preis der Zweitschrift „Odra” (2000),
  • Preis der Vier Säulen (2001)
  • Nominierung zum literarischen Preis Nike

In 2010 erschienen zwei monographische Werke von Karpowicz unter dem Titel Synteza mowy Tymoteusza Karpowicza von Joanna Roszak und Rozwiązywanie tekstów. Poetyckie polimorfie Tymoteusza Karpowicza von Bartosz Małczyński. Bartosz Małczyński ist auch der Herausgeber und schrieb auch das Vorwort zur Gedichtsammlung Utwory poetyckie von Tymoteusz Karpowicz in der Serie Biblioteka Narodowa. Darüber hinaus in der letzten Zeit erschienen auch Erinnerungen und Interviews mit dem Dichter unter dem Titel . W cztery strony naraz. Portrety Karpowicza

Sowie eine Sammlung der kritischen Texte zu seinem Schaffen Podziemne wniebowstąpienie. Beide Titel erschienen in dem Breslauer Verlag Biuro Literackie.

Links:

  • ’’Amerykanskie Wilno’’ : o przyrodniczych zamiłowaniach Tymoteusza Karpowicza, Autor: Magdalena Kokoszka, ’’Śląskie Studia Polonistyczne’’ 2017

https://core.ac.uk/download/pdf/197752545.pdf

https://en.wikipedia.org/wiki/Tymoteusz_Karpowicz

https://www.wroclaw.pl/extra/tymoteusz-karpowicz-tytan-poezji-zakodowanej

https://player.polskieradio.pl/kolejka

Projekt Stowarzyszenia Polonia‑Dresden. Projekt współfinansowany przez Ambasadę RP w Berlinie w ramach funduszy polonijnych Ministerstwa Spraw Zagranicznych.